Information: Württembergischer Pokalwettkampfkampf der Kinderleichtathletik U10

Württembergischer Pokalwettkampfkampf der Kinderleichtathletik U10

Auch in diesem Jahr schreibt der WLV den „Württembergischen Pokal Kinderleichtathletik“ in der Altersklasse U 10 aus.
Qualifiziert sind alle Vereine, die nachweislich mit ihren Teams an drei Kinderleichtathletikwettkämpfen in der vergangenen bzw. neuen Saison teilgenommen haben.

Um den Vereinen im Leichtathletikkreis Ostalb die Qualifikation für diesen Pokal zu ermöglichen, finden im Leichtathletikkreis Ostalb folgende Wettkämpfe in der Kinderleichtathletik statt:

  • 7. Mai 2016
    Kreis- und Regionalmeisterschaften Teamwettkampf U8 – U10 (LSG Aalen / MTV Stadion)
  • 1. Juli 2016
    Im Rahmen der Kreisstaffelmeisterschaften wird ein U10 Teamwettkampf vorgeschaltet. Ort: Häselbachstadion Unterkochen (LSG Aalen)
  • 17. Juli 2016
    Ostalbiade – Team Mehrkampf U8 – U10 (TSG Hofherrnweiler)

Des Weiteren zählen zur Qualifikation auch die bereits am 5. März 2016 stattgefundenen Regionalmeisterschaften U12 in Schwäbisch Gmünd, sowie alle im letzten Jahr besuchten Kinderleichtathletik- Teamwettkämpfe.

Wichtig: Nicht die Kinder bzw. Teams müssen an drei Wettkämpfen teilgenommen haben, sondern der Verein. Dabei ist es unerheblich, in welcher Altersklasse die Teilnahme stattgefunden hat.

Der Leichtathletikkreis Ostalb hofft und wünscht, dass die Vereine diese Angebote wahrnehmen. Vielleicht gelingt es, den Pokal in unseren Kreis zu holen!
Ganz herzlichen Dank geht an dieser Stelle an Karin Fuchs und Christine Vandrey, die mit unermüdlichem und vorbildlichem Engagement, die Kinderleichtathletik in unserem Kreis unterstützen und vorantreiben.

Jutta Bryxi

Ausschreibung: Nikolaus-Lehrgang, Schw. Gmünd, 5.12.2009

Nikolaus-Lehrgang 2009

DLV/WLV – Fortbildungsseminar Leichtathletik
Von der Kinderleichtathletik zur Talentschulung

Hindernisse überlaufen… Hürdensprinten … und ohne Rhythmus geht schon gar nichts

Spiel-, Übungs- und Trainingsformen einer grundlegenden Lauf- und Sprintschulung

Prinzipien, Inhalte und Methoden der Leichtathletik in Schule und Verein

Theorie, Praxisworkshops und Demonstrationen

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in Konzeption und Aufbau neuer Arbeitshilfen zur Leichtathletik folgen Ausschnitte und Beispiele aus den verschiedenen Entwicklungsstufen.
Trainings- und Bewegungslehre sind ebenso Themen des Lehrganges wie vielseitige Praxisdemonstrationen und spezifische Eigenrealisationen der Lehrgangsteilnehmer in einer grundlegenden Bewegungsschulung.
Besonders die Entwicklungsreihe „Vom Überlaufen von Hindernissen zum Hürdensprint“ bietet für Kinder und Jugendliche eine Fülle von reizvollen, herausfordernden und motivierenden Möglichkeiten. Die ganze Bandbreite von den Spiel- und Übungsformen der Kinderleichtathletik in Schule und Verein bis hin zum Aufbau- und Leistungstraining soll erarbeitet werden.

Zeitplan / Programm:

Samstag, 5. Dezember 2009 – Beginn: 9.00 Uhr

Große Sporthalle Schwäbisch Gmünd, Katharinenstraße
Lehrraum und Leichtathletikhalle im Untergeschoss

9.00 Uhr
Begrüßung und organisatorische Hinweise
Einführung in das Thema – Lehrhilfen der Leichtathletik
Prinzipien, Inhalte und Methoden einer grundmotorischen Schulung

10.00 Uhr
Praxisdemonstration mit einer Grundschulklasse
Schnell weg, schnell drüber, schnell weiter
Alles ist NICHTS ohne RHYTHMUS

11.00 Uhr
Praxisdemonstration mit einer Talentfördergruppe
Hürdenlaufen – leicht gemacht

12.15 Uhr
Mittag

13.15 Uhr
Praxis mit den Lehrgangsteilnehmern wird im Stationsbetrieb parallel im Tausch der Gruppen angeboten

Aller guten Dinge sind DREI – Dreimal mit Rhythmus (A) Gymnastik mit Rhythmus und Takt, B) Rhythmisches Laufen, einmal drunter und drüber und vorbei, C) Hüpfen und Springen – und der Rhythmus hilft)

14.30 Uhr
Theorie: Planungsaspekte im Hürdentraining – das Aufbautraining
Die konditionellen, koordinativen und technischen Grundlagen

Praxisdemonstration: Wie Hürdensprinter der deutschen Jugendspitze trainieren
Ausschnitte aus einer Trainingseinheit zum Hürdensprint

16.30 Uhr
Abschlussdiskussion und Zusammenfassung

Lehrkräfte:
Mitarbeiter des WLV/DLV-Lehrteams
Carsten Köhrbrück (Landestrainer Berlin, DLV-Lehrteam)
Jutta Bryxi, Christian Weber, Fred Eberle u.a.

Bitte Sportkleidung mitbringen!
Teilnahmegebühren (Skripte und Imbiss sind enthalten) € 25.-

Anmeldung:
Fred Eberle, Am Käppele 2, 73527 Schwäbisch Gmünd, f.eberle@onlinehome.de


Der Nikolauslehrgang 2009 wird gemeinsam von den Kooperationspartnern Deutscher und Württembergischer Leichtathletikverband, Leichtathletikregion Ost, Leichtathletikkreis Ostalb, Kreissparkasse Ostalb, Gmünder Ersatzkasse, Staatliches Schulamt Göppingen und Pädagogisches Fachseminar Schwäbisch Gmünd veranstaltet.

Nikolaus-Lehrgang 2008: Perspektiven der Leichtathletik, Schwäbisch Gmünd, 6.12.2008

Nikolaus-Lehrgang 2008
DLV/WLV – Fortbildungsseminar Leichtathletik
Perspektiven der Leichtathletik – Aufgaben und Ziele einer Nachwuchsförderung

Samstag, 6. Dezember 2008 – Beginn: 9.00 Uhr
Große Sporthalle Schwäbisch Gmünd, Katharinenstraße
Lehrraum und Leichtathletikhalle im Untergeschoss

Der Württembergische Leichtathletik-Verband verstärkt mit diesem Fortbildungsseminar seine Bemühungen um ein innovatives Nachwuchstraining. Es sollen Handlungsempfehlungen für ein effektives Leistungstraining aufgezeigt und diskutiert werden. So werden die Ergebnisse eines DLV-Fachkongresses, der vom 12. und 13. April 2008 mit dem Thema „Leichtathletik mit Perspektiven“ am Bundesleistungszentrum Kienbaum stattfand, vorgestellt. Dabei werden das DREHWERFEN sowie die Entwicklung der SPRUNGFÄHIGKEIT als beispielhafte Praxisdemonstrationen im Mittelpunkt stehen.

In einer Verknüpfung von Theoriereferaten und Praxisdemonstrationen wird der Nikolauslehrgang 2008 genutzt, um die Bandbreite der Leichtathletik von den Modellen einer alters- und entwicklungsgemäßen Kinderleichtathletik, zur Förderung von Talenten und in das Jugendtraining hinein, anzureißen. Beispiele aus dem Grundlagen- wie besonders dem Aufbautraining werden vorgestellt und zur Diskussion gestellt.
Damit will der DLV und WLV eine Übungsleiteroffensive starten, bei der Lehrer, Trainer und Übungsleiter gleichermaßen aktiviert und qualifiziert werden.

Bei diesem Fortbildungsseminar werden von Experten des DLV und WLV die künftigen Herausforderungen, denen sich die Leichtathletik in Verband und Verein stellen muss, skizziert. Es werden dabei auch aktuelle Probleme, die es zu meistern gilt, auf den Prüfstand gestellt. Trainer, Verbandsmitarbeiter und Wissenschaftler werden Beispiele und Möglichkeiten zeigen, wie unser Sport inhaltlich, methodisch, organisatorisch und medial zukunftsfähig gemacht werden kann.
Die Sportöffentlichkeit, der Deutsche Leichtathletikverband, die Arbeitsgemeinschaft Leichtathletik in Baden-Württemberg, die Abteilungen in den Vereinen nehmen mit Sicherheit die Impulse auf, um so auch dem Interesse an der Leichtathletik und an der Weltmeisterschaft 2009 in Berlin gerecht zu werden.

Der Nikolauslehrgang 2008 wird gemeinsam von den Kooperationspartnern Deutscher und Württembergischer Leichtathletikverband, Leichtathletikregion Ost, Leichtathletikkreis Ostalb, Kreissparkasse Ostalb, Gmünder Ersatzkasse, Fachbereich Bildung und Innovation beim Landratsamt Ostalbkreis und Pädagogisches Fachseminar Schwäbisch Gmünd veranstaltet.

Zeitplanung: Nikolaus-Lehrgang 2008

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08.00 Uhr Ausgabe der Seminarunterlagen

09.00 Uhr Begrüßung und organisatorische Hinweise (Untergeschoss) | Einführungsreferat: Perspektiven der Leichtathletik – Kennzeichen und Werte der Nachwuchsförderung

09.45 Uhr Referat: Leistungen langfristig entwickeln (Dr. Frank Lehmann)

10.45 Uhr Praxisdemonstration mit einer Schülergruppe der Team-Talentgruppe Ostalb in der großen Sporthalle (Obergeschoss), Thema: Gut gedreht und weit hinaus (Lehrteam WLV/Ostalb) – Vom Laufen, Hüpfen und Springen zum Drehen und Werfen / Spiel- und Übungsformen in einer altersgemäßen Wurfschulung

12.00 Uhr Mittag

13.15 Uhr Praxisdemonstration mit WLV – Kadermitgliedern und Jugendlichen aus dem Verein (Jürgen Schult/Peter Salzer) (OG), Thema: Den Drehwurf lernen – Methodische Reihe zum Diskuswurf

14.45 Uhr Kurze Kaffeepause

15.15 Uhr Praxisdemonstration mit Nachwuchsathletinnen (Eckhard Hutt) (UG), Thema: Die Sprungfähigkeit – eine Grundvoraussetzung für die Leichtathletik

16.30 Uhr Diskussion und Zusammenfassung: Die Bedeutung der Technik in der Leichtathletik und Vorstellung der Lehrmaterialien

Lehrkräfte: Mitarbeiter des Deutschen Leichtathletikverbandes
Dr. Frank Lehmann (Institut für angewandte Trainingswissenschaften Leipzig)
Jürgen Schult (DLV – Blocktrainer Wurf, Bundestrainer Diskus)
Eckhard Hutt (DLV – Bundestrainer Nachwuchs Sprung)
Peter Salzer (Landestrainer und Leiter des Wurfteam BaWü)
Jutta Bryxi, Christian Weber, Fred Eberle, u.a.

Teilnahmegebühren (Skripte und Imbiss sind enthalten) € 25.-
Anmeldung: Fred Eberle, Am Käppele 2, 73527 Schwäbisch Gmünd, Mail: f.eberle@onlinehome.de

Ausschreibung: Nikolaus-Lehrgang 2007 – Schwäbisch Gmünd, 8.12.2007

Württembergischer Leichtathletikverband
Nikolaus-Lehrgang 2007
Fortbildungsseminar Leichtathletik

Samstag, 8. Dezember 2007
Schwäbisch Gmünd, Große Sporthalle, Katharinenstrasse
Lehrraum und Leichtathletikhalle im Untergeschoss, 9.00Uhr

Vom SPRINGEN mit STÄBEN zum STABHOCHSPRUNG –  Wege zur TALENTFÖRDERUNG

Spielformen in der leichtathletischen Grundausbildung | Das Grundlagentraining: Übungs- und Trainingsformen | Theorie, Praxisworkshops und Praxisdemonstrationen

Als Gäste:

  • Fabian Schulze, Stabhochspringer der Spitzenklasse,
  • Dr. Christoph Lukas, Orthopäde und Sportmediziner (Sportklinik Stuttgart)

Geplante Inhalte:

  • Entwicklung der Sprungfähigkeit im Schüleralter
  • Schulung koordinativer Basiselemente der Leichtathletik
  • Notwendigkeit einer gymnastischen Ausbildung
  • Herstellung eines einfachen SPRUNGSTABES
  • Verletzungsproblematik im Kinder- und Schüleralter
  • Arbeitshilfen für Schule und Verein

Der Nikolauslehrgang 2007 wird gemeinsam von den Kooperationspartnern Deutscher- und Württembergischer Leichtathletik-Verband, Leichtathletikkreis Ostalb, Gmünder  Ersatzkasse, Volksbank Schwäbisch Gmünd, Landratsamt Ostalbkreis, Fachbereich Bildung und Innovation und dem Pädagogisches Fachseminar Schwäbisch Gmünd veranstaltet.



Zeitplanung: Nikolaus-Lehrgang 2007 – 
Samstag, 8. Dezember in Schwäbisch Gmünd

9.00 Uhr: Begrüßung und organisatorische Hinweise
9.15 Uhr: Einführung in das Thema: Vom SPRINGEN mit STÄBEN zum STABHOCHSPRUNG – Von der Kinderleichtathletik zur Talentförderung
10.00 Uhr: Praxisdemonstration mit einer Kinder- und Schülergruppe – Vom SPRINGEN mit STÄBEN zum STABHOCHSPRUNG | a) Spielformen in einer altersgemäßen Grundausbildung |b) Übungs- und Trainingsformen im Grundlagentraining
12.15 Uhr:  Mittag
13.30 Uhr: Praxis: Wir stellen unsere SPRUNGSTÄBE selber her…. Anleitungen zur Herstellung …
14.10 Uhr: Referat: Sprungbelastungen – Medizinische Grundfragen
14.45 Uhr:  Praxisworkshops… und ALLE Lehrgangsteilnehmer machen mit … Koordinative Körperschule – Ganzkörperstabilisation
16.30 Uhr: Abschlussdiskussion und Zusammenfassung   
Änderungen vorbehalten

Lehrkräfte: Als Gäste, Fabian Schulze, Dr. Christoph Lukas,
Die Mitarbeiter des WLV/DLV Lehrteams, Jutta Bryxi, Christian Weber, Gerald Baiker, Philipp Mathes, Fred Eberle u.a.
Bitte Sportkleidung für die Praxisworkshops mitbringen !

Teilnahmegebühr (Skripte und Imbiss sind enthalten) € 20.-
Anmeldung: Fred Eberle, Am Käppele 2, 73527 Schwäbisch Gmünd, f.eberle@onlinehome.de        
                                                   

Pädagogische Grundzüge der Leichtathletik | Vortrag von Fred Eberle

Fred Eberle

LAUFEN – SPRINGEN – WERFEN
Pädagogische Grundzüge einer entwicklungsgemäßen Leichtathletik

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Leichtathletik ist Leistung
Die Leistung erfahren, verstehen und einschätzen
Förderung der Lern- und Leistungsbereitschaft, positive Einstellung zur Anstrengung entwickeln, sich einer Anforderung stellen, und die Einschätzung der eigenen Leistungsmöglichkeiten anbahnen. Leistung ist abhängig von physischen und mentalen Voraussetzungen, den sportlichen und gesellschaftlichen Anforderungen, dem leistungsfördernden Umfeld. Die Erfahrungen, die eigenen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten in eine Gruppe/Team einzubringen ist wichtiges Bestandteil des Leistungsgedankens. Besonders die eigene Leistungsfähigkeit zu entdecken, um so das eigene Leistungsvermögen auszuloten, ist fundamentales Prinzip.
 

 

Leichtathletik ist Wetteifer
Den Wetteifer ausleben, Wettbewerbe erleben, sich vergleichen, sich auf Bewährungssituationen einlassen
Der leichtathletische Wettbewerb, mit seinem hohen Aufforderungscharakter, schafft vielfältige Wettbe- werbssituationen. Sich in ganz unterschiedlichen Wettbewerbsituationen zu bewähren, sich seiner eigenen Fähigkeiten bewusst zu werden, seine Leistungen zu vergleichen, Wettbewerbsgelegenheiten annehmen und sich dort auch durchzusetzen ist eine eminent wichtige Aufgabe der Leichtathletik. So ist das sich Vergleichen, sich mit anderen messen, zugleich auch die Rivalität erfahren ein wichtiges pädagogisches Kriterium.

 

Leichtathletik ist Körpererfahrung
Vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln, die Sinneswahrnehmungen verbessern und die körperliche Fähigkeiten und Fertigkeiten ständig erweitern
Bewegungsaufgaben und durch vielfältiges Spielen und Üben aller Sinne soll die Wahr-nehmungsfähigkeit verbessert und geschärft, die allgemeine Lernfähigkeit erweitert, sowie die koordinativen Fähigkeiten gefördert werden. Der eigene Körper und die eigene Belastungsfähigkeit wird einschätzbar und ist somit sehr wichtig für die weitere Entwicklung, besonders im Zusammenhang von Anstrengungsbereitschaft und Bewegungslernen. Leichtathletisches Spiele und Üben entwickelt grundlegende Wahrnehmungsfähigkeiten. Die Freude an der Bewegung, die Freude am Gelingen einer Bewegung, die Freude durch eine erlebnisorientierte, abwechslungsreiche und herausfordernde Leichtathletik muss sich inhaltlich und methodische einordnen.

 

Leichtathletik ist Gestaltung
Körperlicher Ausdruck, die Gestaltung von Bewegungen
Gerade die Leichtathletik bietet vielfältige und variable Gelegenheiten, die Ausdrucksmöglichkeiten des eigenen Körpers zu erproben und zu reflektieren. Hier wird durch die grundlegenden Formen des Laufens, Springens und Werfens das individuelle Bewegungsrepertoire erweitert und gefestigt. Mit Bewegungen spielerisch umgehen, sich über Bewegungen auszudrücken, durch Bewegungen miteinander kommunizieren, über Bewegungsideen zu gestalten, die Bewegungsmöglichkeiten entdecken, ist eine eigenständiges Ziel der Leichtathletik in Schule und Verein. Empfindungen aufnehmen, Ausdruck geben, in spielerischen Formen wie schwingen, kreisen, drehen, beugen, strecken, federn. Hüpfen, springen….

 

Leichtathletik ist Entdecken
Bewegungsmöglichkeiten entdecken, technomotorische Elemente spüren
Die vielfältigen Bewegungsteile innerhalb der leichtathletischen Lernprogramme sollen erfahren werden. Das spielerische Einüben und Festigen schaffen die Basis für das entdeckende Lernen. Belastungsmöglichkeiten suchen und erfassen, eigen Kräfte entdecken, erfahren und ausprobieren sind weitere wesentliche Teilaspekte. Die Bewegungsumwelt gilt es zu erobern, sowie die dingliche und räumliche Umwelt kennenzulernen und sich diese zu erschließen. In der Auseinadersetzung mit Geräten werden die technomotorischen Fertigkeiten entdeckt und ausgebaut. Ein weiterer Aspekt ist, sich mit unterschiedlichen Übungsmitteln, ihren Eigenschaften und mit ständig verändernden Situationen auseinanderzusetzen.

 

Leichtathletik ist Kooperation
Teamorientierung, Gegenseitigkeit, Gemeinschaftlichkeit
Die Leichtathletik bietet viele Gelegenheiten, die sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. Die Leichtathletik kann eine Kultur des Helfens sein. Das verantwortungsvolle Handeln, das faire Miteinander, der Teambezug und die Gegenseitigkeit, die kooperierende Haltung, ist prägend.

 

Leichtathletik ist Gesundheit
Die Gesundheit und die Fitness fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln, Wohlbefinden ermöglichen
Ziel jeder Bewegungsschulung ist es letztlich, die Gesundheit als ein Zusammenwirken physischer, psychischer, und ökologischer Faktoren begreifbar zu machen. Der Zusammenhang von sportlichem Handeln und dem gesundheitlichen Wohlergehen über die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der psycho-physischen Belastbarkeit ist inhaltliche und methodische Aufgabe der Organisation von Leichtathletik in Schule und Verein.

 

Leichtathletik ist Wagnis
Wagen und abwägen – kontrolliert risikobereit sein
Die Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten und der Grenzen in herausfordernden „kniffligen“ Situationen ist eine sehr wichtige Erfahrung. Das Abwägen von Risiken soll zu einer realistischen Selbsteinschätzung hin entwickelt werden. Wagen und abwägen, kontrolliert risikobereit sein, mutig sein, ohne übermütig zu werden aus dem Leitmotiv der Eigenverantwortung heraus, prägen und formen die Persönlichkeitsstruktur und machen das Gelingen möglich.

 

Referat zur Bewegungsorientierung in der Kinderleichtathletik – Fred Eberle

Schwerpunkt der Arbeit des Ostalb-Lehrteams ist die Kinder- und Jugendleichtathletik. Wichtige Zielsetzungen für diesen Bereich sind in folgendem Referat zu finden, das Fred Eberle (WLV-Lehrwart und DLV-Beauftragter für Kinderleichtathletik) am 17. April 2002 gehalten hat.


Referat Kinderleichtathletik 

Teil 1: Das Beziehungs- und Bewegungsfeld Leichtathletik

Teil 2: Das Fähigkeitsprofil der Leichtathletik

Teil 3: Die Bedeutung des Bewegungsrhythmus




1. Das Beziehungs- und Bewegungsfeld Leichtathletik

Prinzipien, Inhalte und Methoden des Trainings

Die Bewegungen der Kinder – Bewegungsformen:

  • Leichtathletik ein Bewegungsfeld
  • Leichtathletik ein Erlebnis- und Handlungsfeld
  • Leichtathletik ein Begegnungsfeld

Das Beziehungsfeld Leichtathletik:   LAUFEN – SPRINGEN – WERFEN

Motive – Erfahrungen – Anlagen – Entwicklungen

Die Sinngebung der Leichtathletik:

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Die Leichathletik braucht für alle Trainingsabschnitte immer eine sehr breite sportliche Orientierung

Dauerhafte Impulse für die Leichtathletik können nur Spiel-, Übungs- und auch Trainingsformen entwickeln, die auf die individuellen Fähigkeiten und Interessen des Einzelnen und der Gruppe abgestimmt sind.

Der ständig mögliche Vergleich ist nur in einer sozialen Einheit fördernd zu nutzen. Spielen, lernen, erproben, entdecken, wetteifern, sind prägende Faktoren in einer individuellen Persönlichkeitsentwicklung.

Die Entwicklung in der Leichtathletik, einerseits in koordinativ-technisch-konditioneller Hinsicht, andererseits besonder sauch in motivational-sozialer Hinsicht zu fördern, bedarf es pädagogisch und methodisch ausgearbeiteter Inhalte für jeden Trainingsabschnitt.

Forderungen an die Leichathletik in Schule und Verein:

Die Leichtathletik…

… muß den natürlichen Bewegungsbedürfnissen breiten Raum geben.

… muß entwicklungs- und altersgemäß sein und baut sich damit langfristig und behutsam auf.

… muß das Gelingen ermöglichen.

… entwickelt, übt, festigt, die wesentlichen Bewegungsformen, -muster und –teile.

… muß variabel sein, koppelt unterschiedliche Bedingungen.

… muß besondere Situationen bewältigen, setzt situative Wendigkeit voraus.

Methodische Grundsätze

  • Eine große Zahl von abwechslungsreichen Übungsmitteln schafft unterschiedliche und ständig neue, sich verändernde Situationen
  • Je breiter, vielgestaltiger, neuartiger, auch ungewohnter die Anforderungen sind, desto breiter ist der Aufforderungscharakter
  • Je „kniffliger“ sich eine Aufgabenstellung präsentiert, sich über das entdeckende Lernfeld entwickelt, um so effektiver verläuft de leichathletische Fähigkeitsentwicklung.


Leichtathletik ist Leistungen ausbilden – Leistungen erproben und fördern – Fähigkeiten entwickeln, Erfolge ermöglichen, Kinder befähigen

Die Leichtathletik muß auf die Interessen und Fähigkeiten des Einzelnen und der Zielgruppe abgestimmt sein

Vielseitigkeit und Abwechslung anstatt Eintönigkeit in der Auswahl und Zusammenstellung der Inhalte („In der Variation liegt die Motivation.“)

  • Spiel, Üben, Lernen, Trainieren, Schulen, Wetteifern sind ureigene Merkmale der Leichathletik
  • Grundlegende Veränderungen der Wettbewerbe, vor allem im Teambezug, verändern die Herausforderungen
  • Entwicklung von Persönlichkeiten – Primat des SelbstVernetzung aus der Kinderleichathletik in die Talentfindung und in die Talentbewahrung
  • Brückenschlag von der Kinderleichtathletik zur Jugendarbeit ermöglichen
  • Langfristig und behutsame Übergänge von der Grundausbildung zum Grundlagen- bis hin zum Leistungstraining schaffen


2. Das Fähigkeitsprofil der Leichtathletik

Koordinative Fähigkeiten sind die Basis der Leichathletik

An die koordinative Ausbildung einzelner Teilbereiche ist eine Verbesserung und Steigerung der gesamten Bewegungsfähigkeiten in der Leichtathletik gekoppelt.

Die Fähigkeiten im Einzelnen:

Die Orientierungsfähigkeit ist die Fähigkeit, bei gewollten und ungewollten Bewegungen die Orientierung im Raum nicht zu verlieren. Sie steht immer dann im Vordergrund, wenn…

  • es eng wird,
  • etwas im Weg steht,
  • Raum und Abstände eingehalten werden müssen,
  • Begrenzungen und Hindernisse wahrgenommen werden müssen,
  • Situationen sich ständig ändern, so daß Orientierung gefordert ist,
  • ungewöhnliche Körperpositionen eingenommen werden,
  • ungewöhnliche Bewegungsabläufe durchgeführt werden.

Die Differenzierungsfähigkeit ist die Fähigkeit, einen Bewegungsablauf sicher, ökonomisch und genau auszuführen. Sie steht im Vordergrund wenn…

  • die Bewegungen auf ein Ziel abgestimmt werden müssen,
  • Bewegungen präzise ausgeführt werden müssen,
  • Bewegungen kräftemäßig auf unterschiedliche Bedingungen abgestimmt werden müssen.

Die Reaktionsfähigkeit ist die Fähigkeit, auf verschiedene Reize schnell zu reagieren. Sie steht im Vordergrund, wenn…

  • schnell angetreten werden muß,
  • das Lauftempo variiert wird,
  • auf Überraschungen reagiert werden muß,
  • das Bewegungsverhalten in der Bewegung korrigiert werden muß.

Die Gleichgewichtsfähigkeit ist die Fähigkeit, den Körper im Gleichgewicht zu halten bzw. das Gleichgewicht wiederherzustellen. Sie steht im Vordergrund, wenn…

  • eine Balancierstrecke bewältigt werden muß,
  • aus der Bewegung heraus statische Positionen eingenommen werden müssen,
  • aus unüblichen Körperbewegungen das Gleichgewicht wiederhergestellt werden muß,
  • Beschleunigungen im sicheren Stand abgefangen werden müssen,
  • von einer Bewegung auf eine andere umgeschaltet werden muß,
  • ungewöhnliche Bedingungen spontan gemeistert werden müssen.

Die Kopplungsfähigkeit ist die Fähigkeit, verschiedene Bewegungsphasen zu verbinden bzw. Teilbewegungen aufeinander abzustimmen. Sie steht im Vordergrund, wenn…

  • Bewegungen der Extremitäten aufeinander abgestimmt werden,
  • Bewegungen von Personen aufeinander abgestimmt werden,
  • Personen und Geräte aufeinander abgestimmt werden.

Die Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit umfaßt die Fähigkeit in einer gegebenen Situation angemessen zu handeln. Sie steht im Vordergrund, wenn sich neue Situationen auf Grund von örtlichen, sachlichen und personalen Veränderungen ergeben.

Die Rhythmus- und Rhythmisierungsfähigkeit umfaßt die Fähigkeit, einen Bewegungsablauf in dem eigenen Rhythmus auszuführen bzw. Bewegungen nach einem von außen vorgegebenen Rhythmus zu gestalten. Sie steht im Vordergrund, wenn…

  • ein Rhythmus in Bewegung umgesetzt werden muß,
  • die Bewegung an rhythmische Bedingungen angepaßt werden muß,
  • der Rhythmus von Bewegungen realisiert werden muß,
  • Bewegungen verschiedener rhythmischer Struktur verbunden werden.

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3. Die Bedeutung des Bewegungsrhythmus

  • Rhythmus bestimmt Bewegungen, Teilbewegungen – ohne Rhythmus ist letztlich keine Bewegung möglich.
  • Rhythmus ist der Ausdruck des Lebens (… lebendig sein).
  • Rhythmus ordnet, strukturiert, leitet Bewegungen (Begriff: Bewegungsrhythmus)
  • Jede motorische Koordination steuert sich über den Rhythmus, läßt sich über den Bewegungsrhytmus steuern und regeln.
  • Rhythmus wird geprägt durch sich gegenseitig beeinflußende, abhängige Gegensätze (z.B. schnell – langsam, Spannung – Entspannung).
  • Rhythmus ermöglicht eine bestimmte Bewegungsaktion (z.B. gehen, laufen, schreiten, rennen, …)
  • Bewegungsrhythmus kann entdeckt, erfahren werden.
  • Rhythmus muß sich zunehmend entwickeln, verbessern.
  • Bewegungsrhythmus vermittelt sich über Spiel-, Übungs- und Trainingsformen („Lehrweisen“).
  • Bewegungen sind über den Rhythmus spürbar und sichtbar (innerer und äußerer Rhythmus).


Bewegungsrhythmus verdeutlicht und zeigt sich durch in sich verflochtene,

dynamische, zeitliche, räumliche und formal-gestalterische Dimensionen.

1. Bewegungsformen – Bewegungsgestaltung wie schwingen, kreisen, drehen, beugen, strecken, recken, federn, hüpfen, … auch in Bewegungsaktionen wie laufen, springen, werfen, …

2. Bewegungszeit – Zeitliche Differenzierung (z.B. langsam-schnell), Geschwindigkeitsstrukturen, Beschleunigung, …

3. Bewegungskraft – Dynamische Strukturen (z.B. Anspannen-Entspannen), Belastungsrhythmus (straffen-lockern, drücken-ziehen, schieben, halten, stoßen).

4. Bewegungsraum – Dimensionale Aspekte (z.B. klein-groß), … dies sind körperlich-räumliche Begrenzungen wie eng-weit, hoch-tief, nah-fern, … auch: rechts-links, oben-unten.